Die Stadt stellt sich vor : ihr Kulturgut

In einer Sitzung vom 2. Juli 1997 hat der Gemeinderat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Ausschreibung einer ZPPAUP – Zone auseinandersetzen sollte. (ZPPAUP = Schutzzone für städtisches architektonisches und landschaftliches Kulturgut)

Es handelte sich also für Is-sur-Tille nicht nur darum, den Charakter der Architektur im Ortszentrum zu erhalten, sondern ein landschaftliches Ganzes von hoher Qualität zu schützen: die Zusammensetzung des Baumbestandes, der gewundene Lauf des Hauptarmes der Ignon, die Wehre, die alten Terrassen, die dem Weinbau dienten und den kommunalen Wald, der die Stadt auf ihrer Nordseite überragt.

Das ehemalige Herrschaftshaus „Le Compasseur de Courtivron

Ein einziges Gebäude in Is steht auf der Liste historischer Monumente: das ehemalige Herrschaftshaus „Le Compasseur de Courtivron“ in der Strasse Docteur Brûlet. Dadurch bedingt unterliegt ein Umkreis von 500 m bestimmten Schutzvorschriften. In dieser Zone liegen sicherlich noch andere Wohnhäuser, die von historischem Interesse sind, viele weitere aber verdienen keinerlei besondere Aufmerksamkeit.

Man musste dagegen mit größerer Sorgfalt eine Zone markieren, die der ursprünglichen Stadt innerhalb der Stadtmauern entsprach, sowie auch bestimmte Zonen, wie die mittelalterlichen Märkte, das Ignon-Tal und das Waldmassiv.

In den jeweiligen ausgewiesenen Gebieten gelten natürlich seitdem bestimmte Vorschriften, was Zerstörung und Neubau betrifft, sowie auch den Aus- und Umbau bestehender Gebäude, und nicht zuletzt die Erhaltung und Verbesserung des kommunalen Waldes.

Die Studie wurde durch das Warten auf staatliche Subventionen etwas hinausgezögert, konnte dann aber unter der Leitung des Bürgermeisters sowie der eines spezialisierten Architekten der Vereinigung „Architekten der Gebäude Frankreichs“ vom 6. Juni 2001 bis 16. Oktober 2002 durchgeführt werden. Die Leitung vor Ort übernahmen die Geographin Sylvie Maniaque und der Architekt und Städteplaner Michel-Antoine Boyer. Daneben wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Gemeinde gebildet.

Die von der Arbeitsgruppe definierten Umkreise sind von der Regionalen Kommission für Kulturgut am 13. Januar 2004 übernommen worden.

Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe war es, zu einer einfachen, von allen akzeptierten Regelung zu kommen, die von Anfang an Streitfragen klärt. Im Laufe zahlreicher Treffen wurden so Kompromisse erarbeitet, und auch die Kommunikation über dieses Projekt gegenüber den Einwohnern, den ortsansässigen Unternehmen und den zahlreichen Vereine ausgearbeitet.

Alle architektonischen Empfehlungen innerhalb dieses Plans werden den zukünftigen Bauherren mitgeteilt. Die ZPPAUP soll zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen, ein Wiederaufleben der lokalen Identität bewirken, sowie ein neues Interesse der Bewohner für die historischen Schätze ihrer Gemeinde hervorrufen.

Sie wird weiterhin zur Wiederentdeckung eines architektonischen Reichtums führen, der sich zu verarmen und zu verschwinden drohte.

Auf dieser Seite können die Leser in Realzeit die Fortschritte des Projektes nachlesen.